Baumwollputz streichen: Was Sie dabei beachten sollten

Baumwollputz wird auch als Nahtlos- oder Flüssigtapete bezeichnet. Es handelt sich hierbei um einen Decken- und Wandbelag, der aus Baumwolle besteht und anstelle von mineralischen Putzen oder Tapeten im Innenbereich verwendet wird. Zur Verschönerung können hierbei Effektmaterialien beigemischt werden. Der Baumwollputz wird mit Hilfe von Kunststoffglättkellen oder einer Trichterpistole auf die Oberfläche aufgetragen.

Das Material ist relativ leicht zu verarbeiten und es ist in der Lage, kleine Risse zu überbrücken. Flüssigtapeten können Sie bei der Ausstattung von Neubauten und auch bei einer Renovierung anwenden. Baumwollputz ist also eine gute Alternative zu herkömmlichen Tapeten oder mineralischen Putz. Es ist ein wahres Do-it-yourself-Produkt! Falls Sie schon länger einen Baumwollputz auf Ihren Wänden haben, wissen Sie sicherlich die Vorteile des Baumwollputzes zu schätzen. Doch welche Möglichkeiten haben Sie, wenn Sie sich für eine andere Wandfarbe entscheiden möchten oder die Wand nach ein paar Jahren abgenutzt aussieht? Kann man einfach den Baumwollputz streichen?

Kann man den Baumwollputz streichen?

Grundsätzlich ist das Überstreichen von Flüssigtapeten bzw. Baumwollputz möglich. Sie sollten jedoch bedenken, dass der gestrichene Baumwollputz all seine positiven Eigenschaften verliert und sich danach nur noch mit viel Mühe entfernen  lässt.

Außerdem wird aufgrund der Saugfähigkeit des Putzes mehr Farbe als normalerweise üblich benötigt. Sie sollten daher den Baumwollputz zuvor mit einem Tiefengrund einsprühen (benebeln). Danach muss die Fläche komplett trocknen. Im Anschluss können Sie den Baumwollputz mit einer gut deckenden Dispersionsfarbe streichen (2-3 mal streichen nötig).

Da das Überstreichen sehr viel Zeit und Arbeit in Anspruch nimmt, empfiehlt es sich den Baumwollputz zu entfernen und neu zu beschichten, um wieder alle Vorteile des Baumwollputzes zu genießen.

 

Foto: SusaZoom / stock.adobe.com


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